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Südkurier v. 25.08.2003
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Gelungener Beginn des Innenhoffestivals mit großem Publikumszulauf - Saoco Loco bricht das Eis
Und Saoco Loco startete auch vom ersten Stück an voll durch, allerdings, das Villinger Publikum blieb seinem Stil wie all die Jahre zuvor
schon treu. Es blieb wie angeschweißt auf seinem einmal gefundenen Platz auf den Bierbänken sitzen, wippte ein wenig mit den Schenkeln und schaute über die großzügig vorbereitete Tanzfläche vor der Bühne
hinauf zu den munteren Akteuren.
Die Frontfrau der Band, die auch die angenehm kurzen Ansagen locker von der Bühne hinab ins Publikum sprach, war denn auch zumindest in
der ersten Hälfte des Abends sichtlich irritiert von dem sitzenden Publikum. "Bitte, etwas Tanzatmosphäre, kommt nach vorne, hier ist doch genug Platz", versuchte sie nach dem fünften Stück
hoffnungsfroh einige Tänzer zu motivieren. Zum Glück tat die Nichtbeachtung dieser Bitte der Spiellaune der gut aufeinander eingespielten Musiker keinen Abbruch.
Nach der Pause, im Schutze der zunehmenden Dunkelheit, trauten sich dann auch mehr und mehr Freunde des Tanzes nach vorn, bis die
angenehm große Tanzfläche hoffnungslos überfüllt war und die ausgelassene Stimmung auch den hartnäckigsten Bankhocker mitriss. Ein gelungener Auftakt war es insgesamt in einer wunderbaren Sommernacht mit
Lagerfeuerromantik kurz vor Mitternacht.
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Schwarzwälder Bote v. 25.08.03
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Erst bei Dunkelheit wackeln die Hüften
Saoco Loco, die Band aus dem Raum Stuttgart, beginnt am Freitag zunächst solo mit den zwei Trompeten, Saxophon und der Rhythmusgruppe. Es
ist eng auf der Bühne, doch die sieben Profis arrangieren sich bei super Wetter für eine Freiluftveranstaltung gut mit den Verhältnissen. Danach sind immer die Frontleute dabei: Dianelys Romero R'
Ancoll, eine Kubanerin, die vor vier Monaten zu der Band gestoßen ist, Eric Sanabria, ebenfalls Kubaner, und Beate Beckert. Es dauert eine Weile, bis das auf Bierbänken sitzende Publikum tut, was die
drei wollen: tanzen und mitmachen. Vor der Pause springt der Funke bei einem Buena Vista Social Club-Titel über.
Die Tanzfläche richtig voll sehen die Musiker und Sänger jedoch erst als es dunkel
ist und die meisten schon etwas Alkohol getrunken haben. Jetzt zeigen bei einem Lied die Arme nach rechts und links, man greift sich an die Ohren, und schwingt die Hüften. Bei "Soltera y libre"
(allein und frei) dreht die 20-jährige Kubanerin mächtig auf.
Saoco Loco war im Programmheft fürs Festival noch mit einem Sänger aus der Dominikanischen Republik angekündigt worden. Die seit
sieben Jahren bestehende Band mit noch drei Gründungsmitgliedern in ihren Reihen, hat den nächsten Schritt zur Weiterentwicklung getan. Die Festivalmacher, die mit einem wesentlich bescheideneren Budget
auskommen müssen als Veranstalter in Tuttlingen und Rottweil, haben mit Saoco Loco einen guten Griff gemacht.
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